Fokussiermotor mit USB-Steuerung - Dr. Christian Pinter - Fototipps

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Fokussieren per USB (Eigenbau aus Gadget)


Hochauflösende Aufnahmen sind ohne Fokussiermotor am Teleskop nur schwer möglich. Jedes Drehen am Fokus-Knopf erschüttert das Fernrohr nämlich stark. Und mit dem entsprechend wackelnden Bild lässt sich die Schärfe am Monitor nicht beurteilen.

Um das Teleskop vom warmen Zimmer aus fernsteuern zu können, muss der anologe Fokussiermotor digital vom Notebook aus gesteuert werden. Dazu ist der Einsatz eines analog-digital-Wandlers nötig. Ein billiges USB-Gadget lieferte mir dafür die Elektronik.

 

Aus zweiter Hand habe ich vor Jahren diesen Fokussiermotor für mein Meade LX 90 Teleskop erstanden.

 

Er hat mir gute Dienste erwiesen.

 

Mein Motor wird anlog von einer Handbox mit Batterie gesteuert.

Mit dem Umpolen der Spannung (9 Volt) wechselt man die Laufrichtung.

 

 

Jetzt soll die Handbox von der Computermaus ersetzt werden.

 

Dieser billige Missile Launcher lässt sich via USB-Schnittstelle und mitverkaufter Software in 2 Achsen drehen. Also steckt ein AD-Wandler drinnen!

 

 

Darin wandelt die Elektronik ein USB-Signal in elektrische Ströme zur Steuerung von zwei Motoren um.

 

 

Dabei werden dreipolige Spezialmotore eingesetzt.

 

Der eine Pol ist +, die beiden anderen werden wahlweise (je nach erwünschter Laufrichtung) mit - 4,5 V angesteuert.

 

 

Einen Motor verwerfe ich, den anderen ersetze ich durch zwei Relais. Sie schalten das 9 Volt Signal für den Fokussiermotor bei Bedarf ein bzw. in umgekehrter Polung ein.

 

Kondensatoren mindern hochfrequente Anteile, Dioden die Stromspitzen beim Abschalten.

 

 

Nun stelle ich die Spannungsversorgung der Elektronik mithilfe von Vorwiderständen ebenfalls auf 9 V um. So komme ich mit einer einzigen Batterie aus.

 

 

Die Schaltung kommt samt Batterie in ein Plastikgehäuse. Das USB-Kabel führt zum Notebook, das andere zum Fokussiermotor.

 

Der fertige anlog-digital-Wandler sieht gar nicht so schlecht aus. Die LED zwischen Batterie und Schaltung leuchtet nur auf, wenn ein Befehl via USB einlangt. Dazwischen ist der Stromverbrauch sehr gering.

 

Nun steuert die Software des einstigen Missile Launcher meinen Fokussiermotor. Ich kann mit simplen Mausklicks oder den Pfeiltasten auf der Tastatur fokussieren.

 

Im Gegensatz zu so manch anderem Fokus-Programm läuft die Spielsoftware im Hintergrund - und müllt mir nicht den kleinen Notebook-Bildschirm zu.


Etwaiger Nachbau und Betrieb erfolgen auf eigene Gefahr. Jegliche Haftung für Schäden wird ausgeschlossen.
 
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