IR/UV-Filter - Dr. Christian Pinter - Fototipps

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IR- und UV-Sperrfilter

Kameras sind oft auch im IR- und im UV-Bereich empfindlich. Die IR-Sensitivität können Sie leicht testen.

Sie brauchen dazu nur die LED einer Fernbedienung fotografieren. Fürs Auge unsichtbar, leuchtet diese nämlich im IR-Licht auf - wie das Foto links belegt.
Warum ist das ein Problem?

Die Brennweite einer einfachen Linse gilt genau genommen immer nur für eine einzige definierte Wellenlänge. Alle anderen Lichtfarben werden stärker bzw. schwächer gebrochen. Ein derartiges Teleskop ließe sich also immer nur auf eine bestimmte Farbe scharfstellen.

Daher bestehen optische Elemente jeweils aus mindestens zwei Linsen mit unterschiedlichem Schliff und unterschiedlicher Brechkraft. Damit wird erreicht, dass die Brennebene wenigstens für zwei Farben zusammenfällt. Die Bilder solcher Geräte werden als deutlich farbreiner wahrgenommen.

Die Brennebenen fürs Infrarot und fürs UV-Licht liegen aber weit davon ab. Unser Auge merkt das nicht, weil es diese Wellenlängen nicht in Seheindrücke umsetzt.
Für Kameras ist das aber sehr wohl ein Problem, sofern sie nicht entsprechende Sperrfilter eingebaut haben. Auch wenn Sie gewissenhaft scharfstellen - helle Objekte sind dann immer von einer Wolke aus unfokussiertem Licht umgeben.
Wen betrifft das?

  • Das Problem taucht grundsätzlich bei allen Linsenfernrohren auf.
  • Es trifft auch Spiegelteleskope, falls sich Linsenelemente im Strahlengang befinden - Bildfeldebner, Shapley-Linsen, Barlow-Linsen, Okulare.

Besitzer von Spiegelreflexkameras können sich oft zurücklehnen - dort sind entsprechende Sperrfilter zumeist eingebaut: Allerdings nicht immer zur Freude der Astrofotografen, weil diese auch gleich das benachbarte rote Licht des kosmischen Wasserstoffs abblocken. Hingegen fehlen solche Filter bei CCD-Kameras meist.

Bei digitalen Kompaktkameras oder Smartphones sind sie nicht immer selbstverständlich - wie der obige Test mit der IR-Fernsteuerung zeigt.
UV- und IR-Licht:
Bitte aussperren!

Daher sollte man ein IR/UV-Sperrfilter (wie z.B. diesen von Zwo) vor die Kamera schrauben. Es schützt den Sensor nebenbei vor Staub, der sich auf den Bildern gern in Form unschöner Kringel ("Donuts") bemerkbar macht.
 
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